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Garnaat · Schlei Digital

Quallen an der Ostsee: Welche ist das?

Drei Arten im Vergleich, und was du nach einem Kontakt tun kannst

Die häufigste Qualle an der Ostsee ist die Ohrenqualle. Für Badende ist sie ungefährlich. Aufpassen musst du bei der Feuerqualle, sie nesselt stark. Am schnellsten unterscheidest du die beiden an den vier Ringen in der Mitte des Schirms: Die hat nur die Ohrenqualle. Nach der Farbe zu gehen hilft wenig, rötlich können beide sein.

ArtDaran erkennst du sieKontakt mit der Haut
Ohrenqualleflacher, durchsichtiger Schirm, vier Ringe in der Mittefür Badende ungefährlich
Gelbe Haarqualle (Feuerqualle)Schirm innen gelbbraun bis rot, fädige Tentakel hängen unter dem Schirm, keine Ringenesselt stark, meist schmerzhaft
Meerwalnussklein, fast durchsichtig, Längsrippen, keine Tentakelfür Menschen ungefährlich

Ohrenqualle

Mehrere Ohrenquallen von oben im grünen Wasser. In der Mitte der durchsichtigen Schirme sind vier Ringe zu sehen.
Ohrenquallen in Flensburg. Foto: Aiwok, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons, verkleinert.

Ihr Schirm ist flach und durchsichtig und wird in der Ostsee 10 bis 30 Zentimeter groß. In der Mitte liegen vier Ringe, je nach Tier weiß, orange, violett oder rot. Von Juni bis September siehst du Ohrenquallen oft in großer Zahl. Sie nesseln so schwach, dass sie für Badende ungefährlich sind.

Eine Ohrenqualle liegt flach auf nassem Sand. Die vier rötlichen Ringe in der Mitte sind gut zu erkennen.
Ohrenqualle am Strand von Ahlbeck. Foto: Cherubino, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, verkleinert.

Gelbe Haarqualle (Feuerqualle)

Eine Gelbe Haarqualle schwimmt über einer Seegraswiese. Unter dem gelblichen Schirm hängt ein dichtes Bündel langer, feiner Tentakel.
Gelbe Haarqualle in der Ostsee bei Strande. Foto: Wusel007, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Feuerqualle heißt eigentlich Gelbe Haarqualle oder Gelbe Nesselqualle. Von den stark nesselnden Quallen ist sie in Nord- und Ostsee die häufigste. Ihr Schirm ist innen gelbbraun bis rot, Ringe hat er keine. Die feinen Tentakel hängen in einem dichten Bündel unter dem Schirm und nicht am Rand. Meist wird sie 15 bis 45 Zentimeter groß, manchmal deutlich größer. In der Ostsee begegnet sie dir nur ab und zu, im Westen öfter als weiter östlich. Eine Berührung tut meist weh.

Halte Abstand. Die Tentakel können einen Meter und länger sein. Auch abgerissene Tentakel, die im Wasser treiben, brennen. Fass deshalb auch ein gestrandetes Tier nicht an.

Eine rotbraune Qualle liegt im flachen Wasser auf dem Sand. In der Mitte helles, gelapptes Gewebe, am Rand dunkelrote, faserige Masse.
Gelbe Haarqualle im Spülsaum bei Waabs. Eigenes Foto.

Meerwalnuss

Zwei Meerwalnüsse vor dunklem Hintergrund. Der durchsichtige Körper trägt deutlich sichtbare Längsrippen.
Meerwalnuss. Foto: Petra Urbanek, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Meerwalnuss ist eine Rippenqualle, also keine echte Qualle. Sie ist nur 1 bis 6 Zentimeter groß, fast durchsichtig und hat Längsrippen, aber keine Tentakel. Nachts kann sie leuchten. Vermutlich kam sie mit Schiffen aus dem Westatlantik. In der Ostsee wurde sie 2006 zum ersten Mal gefunden. Für Menschen ist sie ungefährlich.

Und die Blaue Nesselqualle?

Die nesselt auch stark. Sie lebt nach Angaben des Landes Schleswig-Holstein aber vor allem in der Nordsee.

Nach einem Kontakt mit einer stark nesselnden Qualle

Mehr dazu steht beim Gesundheitsschutz des Landes Schleswig-Holstein.

Quallen auf Garnaat

Auf der Lage-Seite kannst du melden, ob an deinem Strand Feuerquallen oder Ohrenquallen im Wasser treiben. Nach einem Tag wird eine Meldung blasser, nach zwei Tagen zeigt Garnaat sie nicht mehr an. Steht dort keine Meldung, heißt das nicht, dass keine Quallen da sind.

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Quellen

Die Fotos zeigen die Arten, wie sie auf Wikimedia Commons bestimmt sind. Das Foto aus Waabs habe ich selbst aufgenommen und nach den genannten Merkmalen eingeordnet. Stand: 21. September 2026.